Die Fünfjahres-Studie ORIGIN (Outcome Reduction with Initial Glargine INtervention)                

Senkt Lantus® das Risiko von Herzerkrankungen?                                           

Aventis hat mit der Patientenrekrutierung für die erste groß angelegte klinische Studie begonnen, die zeigen soll, ob durch den Einsatz von Lantus® (Insulin glargin) die Zahl der Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Typ-2-Diabetikern reduziert werden kann. Die von zwei kanadischen Wissenschaftlern geleitete ORIGIN-Studie ist auf fünf Jahre angelegt und wird 10000 Probanden an mehr als 600 Standorten in über 35 Ländern einschließen. Auch unser Institut für Präventivmedizin ist als Studienzentrum an der Durchführung beteiligt.

Alle Untersuchungen sowohl für das Screening als auch bei Einschluß eines Patienten sind für den Teilnehmer kostenlos.

Der Fokus liegt dabei auf Patienten, bei denen ein Diabetes erst kürzlich diagnostiziert wurde, sowie auf Patienten mit einem Prä-Diabetes, bei denen eine gestörte Glukosetoleranz und erhöhte Nüchternblutzuckerwerte vorliegen.

Diabetes ist oft mit einem erhöhten Risiko verbunden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Myokardinfarkt (Herzanfall) oder Schlaganfall zu erleiden. Auch eine nur leichte Erhöhung des Blutzuckerspiegels, die noch nicht die Diagnosekriterien für Diabetes erfüllt (sogenannter Prä-Diabetes), bringt bereits ein erhöhtes Risiko von mikro- und makrovaskulären Schäden mit sich.

Weltweit leiden rund 194 Millionen Menschen an Diabetes mellitus. Davon entfallen etwa 90 Prozent auf den Typ-2-Diabetes. Die Zahl der Prä-Diabetiker dürfte noch viel höher sein. Allein in den USA gibt es schätzungsweise zwanzig Millionen Prä-Diabetiker. Bei ihnen besteht ein erhöhtes Risiko, sich zum Typ-2-Diabetes zu entwickeln und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erleiden.

Die Teilnehmer der ORIGIN-Studie werden ausgehend von Hinweisen auf ein erhöhtes Risiko, künftig Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erleiden, ausgewählt. Bei den Personen muss mindestens ein entsprechender hochgradiger Risikofaktor wie Mikroalbuminurie oder Linksherzhypertrophie oder ein vorheriges Herz-Kreislauf-Ereignis wie Myokardinfarkt oder Hirnschlag vorliegen.

Die Probanden werden nach dem Zufallsprinzip entweder einer Therapie mit Lantus® oder der Standardbehandlung (Ernährungsumstellung, Tabletteneinnahme oder auch, wenn dies nicht ausreicht, Insulinbehandlung) zugewiesen. In beiden Behandlungsgruppen werden die Patienten auf die Bedeutung von Veränderungen in der Ernährung und in der Lebensweise hingewiesen.

"Von der ORIGIN-Studie erhoffen wir uns ein besseres Verständnis des Einflusses von Stoffwechselfaktoren wie beeinträchtigtem Glukosemetabolismus auf langfristige und potenziell verheerende Herz-Kreislauf-Komplikationen", erklärte Frank Douglas, Forschungsvorstand von Aventis. "Diese Studie behandelt viele Fragen, die sich Kliniker beim Übergang in eine Ära der Präventivmedizin stellen. Sie untersucht die besten Methoden des Einsatzes eines Basalinsulins wie Lantus®."

Die ORIGIN-Studie soll weiterhin klären, ob eine Behandlung mit Lantus® die Mortalität, die Inzidenz diabetischer Mikrogefäßkomplikationen oder das Fortschreiten des Typ-2-Diabetes bei Patienten mit Prä-Diabetes vermindern kann.

Außerdem wird im Rahmen der Studie untersucht, wie sich Omega-3-Fettsäure auf die kardiovaskuläre Mortalität bei Menschen mit gestörter Nüchternglucose, verminderter Glukosetoleranz oder Typ-2-Diabetes im frühen Stadium auswirkt. Die Patienten nehmen während der gesamten Dauer der Studie - unabhängig davon, ob sie zur Lantus®-Gruppe gehören oder die Standardbehandlung erhalten - täglich Omega-3-Säureethylester 90 oder ein Placebo ein.

[12.03.2004], Quelle: Aventis Pharma Deutschland GmbH

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